|

Klickt einfach auf die Bilder zu den einzelnen Rubriken!
 |
 |
meine antike Puppenküche im Gehäuse
der Gebrüder Bing von 1901 |
Materialkunde Zubehör |
Kurzer historischer Überblick über die Entwicklung der Puppenküchen.
Nach 1750 wurde die Puppenküche zum eigenständigen Bereich. Ich finde, daß die Puppenküche der Raum mit dem größten Spielwert
ist. Hier wird gebacken, gekocht, dekoriert u.v.a.m. Selbst die Kleinen halten sich hier gern auf.
Aufgrund der von mir gemachten Fotos (Quedlinburg 2007), kann ich Euch Küchen aus den verschiedenen Epochen vorstellen. Die Bilder dürfen nicht weiter verwendet werden! Ihr findet die Bilder unter "Fotografischer Rundgang durch Museen und Ausstellungen/Historische Puppenküchen Teil I und Teil II."


Rauchfangküche oder Nürnberger Küche:
Geprägt wird die Rauchfangküche durch den mächtigen Rauchfang über der offenen Feuerstelle. Die Feuerstelle wurde gemauert.
Rings um das Küchengehäuse befanden sich Wandborde. Ein wichtiger Bestandteil der Rauchfangküche waren kleine eingebaute Hühnerställe.
Der Fußboden war schachbrettartig bemalt.

Urheberrecht Foto: Sylvia Wentzlau
(das Fotos habe ich zur Weihnachtszeit 2007 in Quedlinburg aufgenommen)
Weiterverwendung nicht erlaubt!
1793 brachte der Nürnberger Galanteriewarenhändler und Spielzeugverleger Georg Hieronimus Bestelmeier einen bebilderten Warenkatalog heraus. Hier
fanden die Interessenten Puppenküchen unterschiedlicher Ausführung. Die Puppenküchen waren reich ausgestattet. So z.B. mit einer Brustblattpuppe, Essenträger,
Kaffeeröster, Backformen, Krügen, Pfannen, Töpfen, Tellern...
Zur Zeit des Biedermeier wurden die Küchen einfacher (bescheidener) bestückt. Kupferfarbene Blechteller, Holz- oder Irdenware wurde wie Porzellan
lackiert und dekoriert.
Frischwassertanks an der Außenwand gehörten nach 1850 zum Standard.
Auch die Blechküchen zählen zu den Rauchfangküchen. Diese wurden zwischen 1850 und dem Beginn des 20. Jahrhunderts angeboten. Nicht nur das
Gehäuse, sondern auch Möbel und der Herd mit Rauchfang wurden aus Blech hergestellt.
Die kleinen Hühner- oder Gänseställe verschwanden nach 1850 aus den Küchen.
Ab 1870 gab es laut Alice und Botho Wagner auch keine Tellerborde mehr an den Wänden
(Bemerkung: Tellerborde gab es auch noch später!).
Um 1900? kam der Küchenschrank in Mode, denn Hygiene wurde großgeschrieben.
Aus den Prunkküchen wurden nun Funktionsküchen.
Quelle Text: Alice und Botho Wagner; Puppenstuben und Puppenhäuser -
Küche, Kaufläden und Zubehör aus drei Jahrhunderten, S. 48 - 53
)

|