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Firma J. D. Kestner, Waltershausen: Geschäftstätigkeit von 1805 bis 1938?
1816 gründete Johann Daniel Kestner eine Papiermachee-Fabrik. Kurz nach der Gründung wurden Holzgelenke für Puppen hergestellt, die Produktion stieg stetig an.
Bereits um 1820 gerhörte die Firma zu den führenden Herstellern von Papiermacheepuppen und -spielzeugen.
Johann Daniel Kestner starb1858.
5 Jahre nach dem Tod von Johann Daniel Kestner übernahm sein Enkel Adolf die Firma. Er produzierte verschiedenartigste Biskuit-, Porzellan-, Holz-, Nanking- und Compositionspuppen und Puppenteile.
Kestner arbeitete auch mit anderen deutschen und amerikanischen Firmen zusammen.
Die ab 1899 für Butler Brothers hergestellten Lederkörper tragen die Kronenmarke JDK Germany sowie den Namen Marvel im Rechteck. Ab 1903 erfolgte die Lieferung der Walküre an die Firma Kley & Hahn, 1914 wurden Ganzbiskuit-Kewpies für Borgfeldt produziert und nach dem ersten Weltkrieg Charakterpuppen für die Catterfelder Porzellanfabrik (Markung: Kestner & Comp.-Porzellanfabrik).
Ab 1925 wurden für die Firma Butler Brothers Bye-Lo-Köpfe und Ganzbiskuit-Bye-Los hergestellt.
1889 Eintragung der ersten Schutzmarke -
eine von zwei Schulterköpfen begleitete Puppe
ab 1892 Signierung mit "made in germany" und Serien-Nr.
1893 Puppen unter dem Namen Excelsior und Bette
ab 1896 neues Warenzeichen JDK mit Krone
1897 Schutz des berühmten "Kestner- Alphabet" zur Kennzeichnung von Größen
ab 1914 begann die Produktion der beliebtesten Charakterpuppe Hilda
Typische Nummern: einzelne Buchstaben oder Zahlen:
100er- und 200er-Serie. Hier ab der Nummer 178 überwiegend Charakterpuppen.
Zusätzlich 100er-, 200er- und 500er-Serie von Kleinpuppen.
1938 endete die Firmentätigkeit.

Exakt dem Original nachgebildete Repro einer Kestner Häubchen-Hilda (mit antiker Kleidung) - Markung JDK
(Puppe aus meiner Sammlung).
Das Original ist eine echte Rarität. Ein Original dieser Puppe habe ich bisher nur 1 x im Cieslik Puppenmagazin abgebildet gesehen, aber noch nie in Auktionen!
Text, Puppe und Foto von Sylvia Wentzlau
(Quellen: Internat. Handbuch der Puppenmarken, Laterna magica und das Buch Puppen von Antje und Mathias Ernst)
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